Kohlendioxid sparen = Geld sparen

Von Christian Langner, März 2008

 

Ökologisches Handeln muss nicht immer mit erhöhten Kosten verbunden sein. Angesichts steigender Strom-, Gas- und Ölpreise haben die Verbraucher Angst vor ihren Strom- und Gasrechnungen. Der Ölpreis ist mit über 110 Dollar pro Barrel so hoch wie noch nie und ein Absinken ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Sanieren und der Einsatz von ökologisch effizienteren Techniken zahlen sich also in barer Münze aus. Wichtigste Möglichkeit zum Sparen ist eine gute Wärmedämmung des Hauses. Durch schlechte Isolierung verpufft viel Wärme ungenutzt. Insbesondere durch einfachverglaste zugige Fenster geht viel Energie verloren. Hier wird buchstäblich Geld aus dem Fenster geschmissen. Durch umfassende Dämmmaßnahmen kann man in einem Altbau Energieeinsparungen von bis zu 70 % erzielen. Wenn ohnehin eine Sanierung oder sonstige Baumaßnahmen am Haus anstehen, sollte man gleich eine energiesparende Dämmung anbringen. Da sowieso Kosten für das Gerüst und den Anstrich entstehen, fallen die Mehrkosten für den zusätzlichen Wärmeschutz nicht so stark ins Gewicht. Wir haben an einem Rechenbeispiel aufgezeigt, wie viel Geld man pro Jahr an Heizkosten spart und wann sich die Investitionen amortisieren: Wir gehen von einem Einfamilienhaus mit einer typischen Nutzfläche von bis zu 120 m² aus. Die Außenwand ist ein zweischaliges Mauerwerk mit Klinker. Das Haus ist in den Fünfzigern gebaut, hat einfachverglaste Fenster, eine nicht isolierte Dachschräge und einen nicht gedämmten Estrich. Es handelt sich hier also um einen weitverbreiteten deutschen Häusertyp. Die Mehrkosten für den zusätzlichen Wärmeschutz betragen ungefähr 8.000 Euro bei einer Gesamtinvestition von 29.000 Euro. Die Kosteneinsparung liegt bei rund 1400 Euro im Jahr. Die zusätzliche Investition in die energiesparende Dämmung hat sich nach 6 Jahren amortisiert. Verpassen Sie ihrem Haus eine wärmende Mütze. Es zahlt sich aus!

 

 

Aber auch mit preiswerteren ökologischen Investition, lässt sich Geld machen. Sparlampen machen ihren Namen alle Ehre. Sie sparen ordentlich Energie und damit Geld. Sie verbrauchen nur ein Viertel des Stroms von herkömmlichen Glühbirnen. Mit einem Preis von 1,80 bis 16 Euro sind sie zwar in der Anschaffung teurer, aber der geringe Energieverbrauch und die viel längere Lebensdauer machen sie rentabel. Wenn man eine 15-Watt-Energiesparlampe mit einem Kaufpreis von 7,50 Euro und eine 60-Watt-Glühlampe mit einem Kaufpreis von 1 Euro vergleicht, so spart man mit der Energiesparlampe satte 75 Euro. Ganz davon abgesehen, dass die Glühbirne nach nur 1000 Stunden den Geist aufgibt. Wenn man alle Birnen auswechselt, kommt also schon ein stolzer Betrag zusammen. Häufigstes Argument für herkömmliche Glühbirnen ist das Aussehen der Sparlampen. Dies mag früher noch zutreffend gewesen sein. Denn damals dominierte die gefaltete Stabform. Mittlerweile gibt es sie aber in allen Formen und Farben. Will man es romantischer haben, kann man sogar Sparlampen in Kerzenform anbringen.

Auch am Wasser sollte man sparen. Kauft man zum Beispiel einen Sparduschkopf im Wert von 14,50 Euro und verbraucht 18m³ Wasser im Jahr, so spart man rund 80 Euro. Nach 67 Tagen hat sich die Investition schon amortisiert. Noch schneller geht das mit einem Aufsatz für den Wasserhahn. Hier kann man ungefähr 50 Euro einsparen, bei einem Kaufpreis von schlappen 5 Euro und einem Verbrauch von 11m³ im Jahr. In weniger als zwei Monaten hat man den Kaufpreis wieder drin. Das man auch mit dem Wasser im WC sparsam umgehen sollte liegt nahe. Hier sollte man mit einer Spülstopp-Taste nachrüsten. Bei einer vierköpfigen Familie kommen so im Jahr schon bis zu 160 Euro zusammen. Geld, was sonst die Toilette runtergespült würde.

Man sollte auch darauf achten, dass keine Geräte mit Standby-Modus angeschafft werden oder den Stecker ziehen, wenn diese länger nicht genutzt werden. Durch den Standby-Modus werden in Deutschland rund 17 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Das sind 12 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Dieser Bereitschaftsmodus kostet pro Haushalt etwa 75 Euro. 

Also lieber sparsam mit den Ressourcen umgehen. Das kommt der Umwelt zu Gute und auch dem Geldbeutel. So kommt schnell ein Urlaub zusammen. Mit der Bahn versteht sich.