27.04.2006

Vogelgrippe: Weiter ungeklärte Fragen nach Bundestagsdebatte

Auch nach der heutigen Bundestagsdebatte zum Thema Vogelgrippe sind weiter wichtige Fragen offen, die Mängel des Krisenmanagements vor Ort betreffen.

So hat der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern nicht erklären können, warum es volle sechs Tage vom Auffinden der verendeten Schwäne bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses der Untersuchungen gedauert hat. Die Schwäne wurden nach Aussage von Landwirtschaftsminister Backhaus schon am 8. Februar gefunden. Die Testergebnisse wurden erst am Abend des 14. Februar bekannt. Angesichts der Tatsache, dass die üblichen Schnelltests weniger als einen Tag dauern, stellt sich damit nachdrücklich die Frage: Wieso lagen die Ergebnisse des Schnelltests nicht viel früher vor? Sind die Tests womöglich aus Kostengründen verschoben worden?

Ungeklärt ist auch, warum auch nach Bekanntgabe der Vogelgrippe-Funde weiter verendete Schwäne ungesichert und für jedermann zugänglich am Strand von Rügen herumlagen. Auch zur Frage der Verantwortlichkeit für diese Missstände hat es nur ausweichende Antworten und Schuldvorwürfe des Landesministers an die örtlichen Behörden gegeben.