Das heute vom Kabinett beschlossenen Programm zur Erforschung der Vogelgrippe reicht nicht aus.
Maßnahmen zur verstärkten Erforschung des H5N1-Virus sind zu begrüßen. Es ist auch richtig, mehr in die Forschung von Impfstoffen gegen die Vogelgrippe zu investieren. Über die Forschung nach den Impfstoffen von morgen darf die Regierung aber nicht versäumen, die heute anstehenden Probleme zu lösen.
Vogelgrippe-Impfstoffe für Geflügel gibt es heute schon. In Frankreich und den Niederlanden werden sie bereits zur Eindämmung der Vogelgrippe eingesetzt. Das Problem ist nicht das Fehlen eines Impfstoffs. Das Problem ist, dass die Bundesregierung immer noch keine Impfstrategie entwickelt hat, etwa für die von uns Grünen seit langem geforderte Impfung Zootieren, Zuchttieren und Tieren von Hobbyhaltern.
Eine Impfstrategie ist aber dringend erforderlich. Denn die Vogelgrippe wird uns noch lange beschäftigen. Deshalb brauchen wir Maßnahmen, die langfristig durchzuhalten sind, jenseits von Dauer-Stallpflicht und Massenkeulungen. Hierzu hat das Kabinett heute leider nichts beigetragen.
