Riesige Mengen an Lebensmitteln landen in der Mülltonne. Ministerin Aigner aber lenkt von den eigentlichen Ursachen ab und startet eine Kampagne, um alle Verantwortung und Schuld den Verbrauchern zuzuschieben. Wir fordern: Vom Acker bis zum Teller, von der Produktion über den Handel bis zum Verbraucher muss die Verschwendung gestoppt werden.
Bärbel Höhn meint dazu: „Nach der Studie von Ministerin Aigner sind wir nicht schlauer als vorher. Mit den geplanten Maßnahmen werden auch in 5 Jahren nicht weniger Lebensmittel verschwendet. Zu den entscheidenden Punkten zur Lösung des Hungerproblems weltweit schweigt die Ministerin. Die notwendige Reduzierung unseres übermäßigen Fleischkonsums bleibt außen vor, ebenso die Rolle der Landwirtschaft als Grundlage zukünftiger Lebensmittelerzeugung . Wenn wir hier die Weichen nicht in Richtung ressourcenschonende Bewirtschaftung stellen, sägen wir an dem Ast, auf dem wir sitzen.
Ministerin Aigners Kampagne wird nicht zu einer Reduzierung der Lebensmittelverschwendung beitragen, weil sie die Bereiche, wo am meisten verschwendet wird, ausklammert. Die Hälfte aller weggeworfenen Lebensmittel sind Obst und Gemüse, da nützt die Kampagne gar nichts. Weitere 40% kommen schon gar nicht ins Regal , weil die Gurken zu krumm, die Äpfel zu klein sind. Wir fordern, dass diese Vorgaben aufgebrochen werden. Für die vielen Singlehaushalte sind die Packungen auch viel zu groß – aber wenn die lose Ware wie jetzt viel teurer angeboten wird, greifen die Verbraucher natürlich zu den Packungen, und dann landet die Hälfte im Müll."
