Seit heute Morgen summt es auch am Bundestag: 2000 Bienen haben in einem Bienenstock am Reichstag ihr neues Zuhause gefunden. Seit einigen Jahren geht die Bienenpopulation zurück. Der auf Initiative der Abgeordneten Bärbel Höhn und Martin Burkert aufgestellte Bienenstock soll helfen diesen Trend zu brechen: „Das Bienensterben hat viele Gründe: Krankheitserreger, die industrielle Landwirtschaft mit ihren Pestizideinsätzen, Monokulturen oder das Wegbrechen von Lebensräumen.“, kommentiert Bärbel Höhn.
Damit dieses Schicksal nicht auch die Bundestags-Bienen ereilt, wird die Aktion von einem Imker fachmännisch betreut. Dr. Benedict Polaczek unterrichtet Bienenhaltung an der FU Berlin. Dorthin werden die also nicht nur fleißigen, sondern auch schlauen Bienen im Oktober zurückkehren – alleine überwintern können sie erst ab 5000 Tieren. Ein ganzer Stock versammelt rund 60 000 Bienen.

Einen solchen aufzustellen wird wahrscheinlich im nächsten Jahr möglich. Der Probelauf mit 2000 Tieren entstand nach viel Aufklärungsarbeit als Kompromiss. „Wenn also alles gut geht, wollen wir im nächsten Jahr aufstocken und können dann hoffentlich auch einen Bundestagshonig anbieten“ verspricht Bärbel Höhn zum Abschluss.

