27.04.2006

Ausweitung der Vogelgrippe effektiv vorbeugen

Die Vogelgrippe hat Deutschland erreicht. Jetzt gilt es, ein Übergreifen der Tierseuche auf Bauernhöfe und Geflügelfarmen zu verhindern. Deshalb müssen alle Bundesländer darauf vorbereitet sind, die entsprechenden Notfallpläne schnell umzusetzen. Außerdem bedarf es einer wirkungsvollen Koordination der Krisenmaßnahmen von Bund und Ländern.

Völlig unverständlich ist, dass die verendeten Schwäne noch heute früh für jedermann zugänglich am Strand von Rügen lagen. Das zeigt, dass die Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht greifen.

Zudem ist ausgesprochen fraglich, ob in den Ländern flächendeckend genügend tierärztliches Personal bereit steht, um mit einem möglichen Übergreifen des Virus auf größere Geflügelbestände fertig zu werden. Hier muss schnell gehandelt werden.

Problematisch ist auch das unterschiedliche Niveau der Versorgung der Bundesländer mit Vogelgrippe-Medikamenten für den Fall einer Pandemie. Es kann nicht angehen, dass die Menschen im Ernstfall in einem Teil Deutschlands viel schlechter versorgt wären als in einem anderen. Hier muss es zu einem einheitlichen Vorgehen kommen.

Schließlich sollten Bund und Länder im Rahmen der Verteilung der Agrarfördermittel Investitionszuschüsse gewähren, um Freilandgeflügelhaltern bei der Umsetzung der Einstallungspflicht zu helfen.