Zu den Plänen von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner für den Tierschutz erklärt Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag: „Wenn Ministerin Aigner wirklich etwas für den Tierschutz tun will, muss sie die Käfighaltung bei Hühnern schleunigst ganz verbieten und für größere Ställe insbesondere bei Schweinen sorgen.
Was sie gerade macht, ist eine Alibi-Aktion, ohne dass sich wirklich etwas ändert. Beim Tierschutzlabel tut die Ministerin seit Jahren nichts. Ihr Vorgänger Seehofer hatte ein entsprechendes Siegel bereits 2006 gefordert. Das geplante Verbot beim Neubau von Hühnerkäfigen ist Volksverdummung. Legebatterien dürfen schon lange nicht mehr gebaut werden, und bei den anderen Formen der Käfighaltung (ausgestaltete Käfige) ist kaum ein Ausbau zu verzeichnen, weil diese Eier nicht nachgefragt werden. Das ist ein Verbot, was nichts ändert.
Wir wären weiter, wenn die Union nicht 2007 das von Renate Künast eingeführte Verbot der Käfighaltung wieder abgeschafft hätte. Die Geflügel-Lobby hat auf die Käfige gesetzt, und die Verbraucher kaufen fast nur noch Freiland- und Bodeneier. Die deutsche Nachfrage wird deswegen größtenteils aus den Niederlanden bedient. Bei Agrarthemen haben Union und FDP ein Händchen dafür, auf die falschen Pferde zu setzen.“
