Keine Milliarden mehr für fossile Energie!
Die CO2-Emissionen steigen ungebremst, die Klimaauswirkungen werden immer sichtbarer. Verursacht werden sie vor allen Dingen durch das Verbrennen von fossilen Energien. Rund 60 Prozent der fossilen Energieträger müssten im Boden bleiben, wenn wir die Klimaziele erfüllen wollen. Die Investitionen halten sich aber nicht an diese Grenzen. Trotz des Wissens, dass fossile Energieträger keine Zukunft haben dürfen, finanzieren Firmen, Städte, Banken oder auch Pensionsfonds diese Industrie weiterhin mit ihrem Geld. Allein die Deutsche Bank vergab in den letzten drei Jahren Kredite in Höhe von fast drei Mrd. Euro an die CO2-intensivsten Unternehmen wie das Glencore (Kohlebergbau) und Gazprom. Doch das ist nur die Spitze des Kohlebergs: Hinzu kommen weitere Milliarden in Form von Aktien und Anleihen. Bisher versprach das gute Renditen, doch diese Geschäfte werden in absehbarer Zeit jedoch immer riskanter. Einige Finanzexperten sprechen schon von der sogenannten „Carbon Bubble“. Ob Klimapolitik wirklich solch eine Gefahr für die Märkte ist (und welche Schlüsse wir dann daraus ziehen müssen), will Bärbel Höhn im Rahmen eines Fachgespräches am 24. April in Berlin klären.
Divestment ist bereits ganz oben auf der globalen Agenda angekommen: UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon rät Versicherungen und Pensionfonds anstatt in Kohle besser in klimafreundliche Erneuerbare Energien zu investieren. Der staatliche Pensionsfond in Norwegen oder auch der US-amerikanische "Rockefeller Brother Fund" ziehen ihr Kapital aus den fossilen Energien ab und reinvestieren in Erneuerbare und Energieeffizienz.
Aber auch in Deutschland regt sich Widerstand. Um ethisch fragwürdige Anlagen zu beenden, haben sich in den letzten Jahren immer mehr Menschen der Divestment-Kampagne angeschlossen. Auch Basisinitiativen, Umweltverbände, die Experten vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, oder Universitätsprofessoren sowie die Grüne Partei sind dabei. Wir alle fordern: „Kein Geld für Kohle, Öl und Gas – Divest Now!“. Das Geld aus diesen veralteten Energieträgern muss abgezogen und in einen Markt mit Zukunft investiert werden: die Erneuerbaren Energien!
Sei dabei am 14.2.2015 in deiner Stadt, mehr Infos zu Aktionen deutschlandweit unter http://gofossilfree.org/de/.
Einige Beispiel für weiteres Engagement gegen fossile Investitionen:
Offener Brief an den Berliner Oberbürgermeister Müller.
Antrag im Stadtrat durch die Grünen in Münster.
Beschluss vom Bundesparteitag November 2014.
Gastbeitrag von Bärbel Höhn im Handelsblatt.
Vormerken! Am 24.4.2015 veranstaltet Bärbel Höhn zusammen mit Gerhard Schick und Annalena Baerbock zu dem Thema ein interessantes Fachgespräch in Berlin. Mehr Infos dazu bald hier.
