Der 3. Teil des IPCC Klimaberichts befasst sich mit den Maßnahmen gegen den Klimawandel. Dazu gab es heute morgen ein Interview mit Bärbel Höhn im WDR5.
Auf politischer Ebene wird heftig diskutiert. Wie ist dieser Klimabericht zu bewerten? Welche Konsequenzen muss die Bundesregierung ziehen? Ist sie mit der Energiewende auf dem richtigen Weg? Wäre die Atomkraft nicht doch die optimale, weil umweltfreundliche Energiequelle?
Bärbel Höhn sagte im WDR5 Morgenecho, sie sehe die Zukunft der Atomkraft "sehr gelassen". Wirtschaftlich rechne sich die Atomkraft sowieso nicht mehr. Der Klimaschutz müsse nun endlich auch mit "in die Energiewende gedacht" und der Verstromung von Braunkohle ein Ende gesetzt werden.
Diesbezüglich habe Deutschland eine Vorbildfunktion und müsse als eines der führenden Industrieländer zeigen, dass man die Wirtschaft auch mit CO2-armen Technologien nach vorne bringen könne. Die Schwellenländer dürften die Fehler der heutigen Industrienationen nicht nachmachen, sondern müssten sofort auf erneuerbare Energiequellen setzen. "Wir müssen endlich zeige, es gibt diesen Aufschwung der Wirtschaft auch mit erneuerbaren Energien", so Bärbel Höhn.
Sie sei zwar pessimistisch in Hinsicht auf das Erreichen der gesteckten Klimaziele. Es liefe "nicht wirklich gut". Optimistisch zeigt sich Bärbel Höhn aber in Bezug auf den Ausbau erneuerbarer Energiequellen. Sie sei sicher, je stärker der Klimawandel deutlich werde, desto mehr werde auch getan werden, diesen zu verlangsamen oder zu stoppen.
