28.08.2006

Pressemitteilung: Brunsbüttel abschalten

Anlässlich der Reaktion von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf die Fehlinformationen durch Vattenfall bezüglich der Sicherheit im Atomreaktor Brunsbüttel erklären Renate Künast, Fraktionsvorsitzende, und Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

 

Vor Tagen hat Minister Gabriel vorschnell Entwarnung gegeben, und beteuert, dass kein AKW in Deutschland abgeschaltet werden müsse. Nun rudert er zurück und bringt eine vorzeitige mögliche Abschaltung von Brunsbüttel ins Gespräch. Bauähnliche Reaktoren in Schweden, die auch von Vattenfall betrieben werden, sind aber nach wie vor stillgelegt. Was für Schweden richtig ist, kann in Deutschland aufgrund der zahlreichen ungeklärten Sicherheitsfragen nicht falsch sein!

Der Reaktor in Brunsbüttel muss unverzüglich stillgelegt werden.

Vattenfall hat wochenlang schwerwiegende Sicherheitsmängel verheimlicht und dadurch seine Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in den ordentlichen Betrieb eines AKW´s verloren.

Der letzte Prüfbericht weist für Brunsbüttel mehr als 200 zum Teil erhebliche Sicherheitsmängel auf. Damit ist Burnsbüttel einer der größten Schrottreaktoren in Deutschland und definitiv nicht mehr auf dem Stand der Technik!

Darüber hinaus fordern wir Gabriel auf, nach dem Glaubwürdigkeitsverlust von Vattenfall jetzt umgehend zu prüfen, ob dem Konzern die Betriebserlaubnis für Atomreaktoren generell zu entziehen ist.