21.03.2012

Kurzstudie: Rekordpreise an den Tankstellen

Rekordpreise für Superbenzin und Diesel an den deutschen Tankstellen haben eine lebhafte Debatte über die Ursachen ausgelöst: Branchenvertreter erklären den Preisanstieg durch höhere Rohölpreise und einen schwachen Euro, also die Weitergabe steigender Kosten an die Verbraucher. Kritische Stimmen vermuten dagegen, dass es der Mineralölbranche im Windschatten der Irankrise seit Jahresbeginn zusätzlich gelungen sei, ihre Margen auf Kosten der Tankstellenkunden auszuweiten.

Die aktuelle Auswertung von EnergyComment zeigt: Es ist der Mineralölbranche nicht nur gelungen,  die steigenden Rohstoffkosten in vollem Umfang weiterzugeben, sie hat darüber hinaus auch ihre Margen ausgeweitet. Bärbel Höhn kommentiert dies wie folgt: „Es ist schon ärgerlich, dass die Mineralölkonzerne im Windschatten der Irankrise ihre Gewinne auf Kosten der Verbraucher ausweiten. Wir haben keinen funktionierenden Wettbewerb bei den Tankstellen. Das Kartellamt hat leider nicht die gesetzlichen Möglichkeiten, um hier stärker zu kontrollieren und einzugreifen. Deswegen müssen die Rechte des Kartellamtes umgehend gestärkt werden. Wichtig wäre kurzfristig auch ein Monitoring der Preisentwicklung, also wo es bei schwarzen Schafen zu unerklärlichen Preissprüngen und Gewinnmitnahmen kommt.

Wir Grüne wollen, dass möglichst wenig Sprit verbraucht wird. Der Weg dorthin führt über deutlich sparsamere Autos und mittelfristig alternative Antriebstechnologien, wie die Elektromobilität. Gleichzeitig haben wir etwas gegen ungerechtfertigte Gewinnmitnahmen auf Kosten der Verbraucher. Deswegen wollen wir mit dieser Studie auch den Mineralölkonzernen auf die Finger klopfen.“

 

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