Das Einführungsdesaster müssen Angela Merkel und Norbert Röttgen auf ihre Kappe nehmen. Auf E10 zu setzen, war falsch und die Überzeugungsarbeit zur Einführung miserabel.
Der vorläufige Stopp ist richtig. Jetzt hat man Zeit in Ruhe zu informieren und Sorgen auszuräumen. Besser wäre aber eine andere Biokraftstoff-Strategie – und zwar das Angebot von reinem Biosprit, der dann freiwillig getankt werden kann. Aufgrund der unterschiedlichen Herstellung ist die Umweltbilanz hier besser und die Rückstände können als Tierfutter verwenden werden.
Die Bemühungen den CO2 Ausstoß im Verkehr zu senken, sind desaströs. In den letzten Jahren gab es hier kaum Fortschritte, obwohl uns der immer stärker steigende Ölpreis im Nacken sitzt. Jetzt ist auch noch E10 gefloppt.
Der sogenannte Benzin-Gipfel kommt viel zu spät. Die Menschen sind verunsichert, weil am Ende keiner die Garantie übernimmt, dass das Auto abgesichert ist, wenn durch E10 ein Schaden am Fahrzeug entsteht. Es hätte vor Einführung des neuen Kraftstoffs einen Gipfel und eine groß angelegte gemeinsame Informationskampagne geben müssen.
