
Die Landwirtschaft ist hinter dem Energiesektor und der Industrie der drittgrößte Verursacher von Treibhausgasen in Deutschland. Es ist daher dringend notwendig, dass die Landwirtschaft in die Klimaschutzpolitik und die vereinbarten Reduktionsziele angemessen einbezogen wird. Neben nachhaltigen Produktionsweisen im Ackerbau kann der Erhalt von Wiesen- und Weideflächen hierbei eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.
Grünland erfüllt vielfältige Funktionen und prägt in vielen Regionen Deutschlands das Landschaftsbild. Es hat eine hohe Bedeutung für die Arten- und Biotopvielfalt. Insbesondere deshalb spielt das durch Wiesen und Weiden geprägte Bild der Kulturlandschaft für den Tourismus und die Naherholung eine herausragende Rolle. Darüber hinaus dient das Grünland in herausgehobener Weise dem Klima-, Boden-, Erosions- und Wasserschutz. Die Fähigkeit, Kohlenstoff in erheblichem Umfang im Oberboden zu binden, macht Grünland besonders wertvoll als CO2-Senke. Somit stellt der Erhalt von Grünlandflächen ein wichtiges Element in einer ganzheitlichen Klimaschutz-Strategie dar.
Wir fordern die Bundesregierung daher mit unserem Antrag u.A. dazu auf, sich im Rahmen der Verhandlungen zur Reform der Europäischen Agrarpolitik für eine Vorverlegung des Referenzdatums für das Grünlandumbruchverbot einzusetzen, um zu verhindern, dass 2013 zum Jahr des Grünlandumbruchs wird und bei den Bundesländern für die Einführung eines sofortigen Grünlandumbruchverbots zu werben.