
Die vom Kabinett beschlossene Arzneimittelgesetznovelle wird nicht zu einer Reduzierung des horrenden Antibiotikaeinsatzes in der Massentierhaltung beitragen. Konkrete Reduktionsziele fehlen ebenso wie der Vorrang der Einzeltier- vor der Bestandsbehandlung. Damit verspielt die Ministerin wichtige Zeit im Kampf gegen die sich verschärfende Resistenzentwicklung. Die "Reduktionsstrategie" ist de facto eine Zementierung des Status Quo. Allein die Landwirte, die wiederholt weit über den Durchschnittsmengen liegen, müssen Maßnahmen zur Minderung ihres Antibiotikaverbrauchs ergreifen. Aigner ist vor den Hühnerbaronen und der Fleischlobby eingeknickt.