12.10.2012

Anstieg der EEG-Umlage könnte halbiert werden. Grüne Vorschläge

Schwarz-Gelb treibt die EEG-Umlage in die Höhe. Der Anstieg auf rund 5,3 ct/kWh ist zu erheblichen Teilen auf die in den letzten Jahren durchgesetzte Ausweitung der Industrie-Privilegien und Fehlsteuerungen im EEG zurückzuführen. Nur etwa ein Drittel entfällt auf den Ausbau des Ökostroms.

Die jetzige Entwicklung zeigt, dass es wieder zu einer fairen Verteilung von Kosten und Nutzen des Ökostromausbaus kommen muss. Die grüne Bundestagsfraktion hat dazu drei konkrete Vorschläge gemacht.

 

Drei Vorschläge zu einer fairen Gestaltung des Ökostromausbaus

 

Mit diesen drei Maßnahmen könnte der bevorstehende Anstieg der EEG-Umlage für Privathaushalte und Mittelstand in etwa halbiert werden. Sie müssten dann im kommenden Jahr 1 ct/kWh weniger für ihren Strom bezahlen. Ein Vier-Personen-Haushalt könnte so etwa 50 Euro im Jahr sparen.

 

Fördermechanismen weiterentwickeln

Für die grüne Bundestagsfraktion ist aber auch klar, dass die Fördermechanismen im EEG weiterentwickelt werden müssen. Überförderung muss unterbunden, die räumliche Verteilung des Ökostromausbaus sowie die Netzintegration verbessert werden. Dabei müssen die Energie- und Klimaziele ebenso wie die wirtschaftliche Realität einer inzwischen hochproduktiven und wichtigen Branche im Blick behalten.

Wir wollen das EEG verändern, um es für neue Aufgaben und einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien fit zu machen. Wer aber wie die FDP oder neuerdings auch der Bundesumweltminister glaubt, die Kosten des Ausbaus erneuerbarer Energien mithilfe von staatlich festgesetzten Quoten begrenzen zu können, muss einen Blick nach Großbritannien werfen. Dort wir ein solches System gerade wegen zu hoher Kosten und zu geringer Effekte abgeschafft. Quoten sind Gift für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Wir brauchen nicht mehr Staat sondern mehr Markt.